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beim BSC Wohlen-Lenzburg

24.05.2018 |

National Special Olympics Sommer Games in Genf 2018 (Schwimmen)

Am Donnerstag sind wir, sieben Schwimmer und zwei Betreuer, gemeinsam mit den Leichtathleten und Radfahrern mit dem Car nach Genf gefahren.

Voller Spannung und Freude haben wir, nach dem wir zwei Mal das Fussballstadion umkreist haben, die Fahrräder im Inneren des Fussballtempels deponiert. Anschliessend pilotierte uns Marcel ins Fünf-Sterne-Hotel mitten in der Stadt Genf. Als wir die «Militärkaserne» bezogen hatten, machten wir uns auf den Weg an die Eröffnungsfeier.

Eine lange Karawane von Sportlerinnen, Sportlern und Coaches bewegte sich ins Zentrum von Genf zur Eröffnungszeremonie. Auf einer riesigen Tribüne mit 2'000 Sitzplätzen waren wir Teilnehmenden begeistert vom Aufmarsch der vielen Menschen, die an diesem Anlass teilnahmen.

Ex-Miss-Schweiz Christa Rigozzi führte durchs Programm, das gespickt war mit Live-Musik, Aufzug der Olympischen Fahne, Entzünden des Olympischen Feuers, Festreden, Breakdancers und Rollerbladefahrern.

Am Freitag ging es nach dem Morgenessen um 9 Uhr mit den Wettkämpfen in der beeindruckend grossen Schwimmhalle mit dem Divisioning los. Alle unsere Teilnehmer, Martin Villiger, Jonas Gehrig, Thomas Meier, Manuel Merten, Elhome Elshani, Elke Lindig und Sophia Hütter starten bei den Disziplinen 50m und 25 m Freestyle. An der 4 x 25m Staffel beteiligten sich Elke, Sophia, Elhome und Thomas.

Am Abend, als die Vorläufe beendet waren marschierten wir Schwimmer gemeinsam mit den Radfahrern und Leichtathleten ins Festgelände zum Nachtessen. Anschliessend war im grossen Festzelt Disco angesagt. Auf der Bühne wird getanzt, gejohlt, gejubelt, Sportler und Trainer versprühten eine Fröhlichkeit, die einem emotional berührte.

Am Samstag gings mit Spannung an die Finalläufe. Die ersten Medaillen sind griffbereit. Elke und Sophia holen sich zwei Mal Silber. Weiter resultierten Rang vier, fünf, acht und zwei Mal sieben.

Das erste Mal erlebte ich feuchte Augen beim Rangverlesen. Wir lagen uns in den Armen gleichzeitig als Gewinner einer Medaille und als Verlierer eines knapp verpassten Podestplatzes. Ehrliche Gefühle die mir tief ins Herz gingen.

Am Samstag Morgen hatten wir nach den Vorläufen ein Zeitfenster, dass wir für einen Ausflug mit dem ÖV an den schönen Genfersee nutzten. Der Jet d`eau war mit seiner riesigen Wassersäule sehr beeindruckend. Unser Dal Marcel offerierte uns in einem italienischen Café eine Glace. Anschliessend pendelten wir zurück in die Schwimmhalle. Da absolvierte das Divisioning die Stafette 4x25m.

Am Abend marschierten wir wieder ins Festgelände. Der Lärm des Unterhaltungsprogramms während und nach dem Nachtessen behagte uns nicht. Gemeinsam mit den Radfahrern verweilten wir am Ufer des Genfersees in einem Gartenrestaurant. Lichterlöschen in der Unterkunft war wieder um 23.00 Uhr. Da mich Martin Villiger jeden Morgen vor 6 Uhr mit einem Lächeln und « Guido schlofsch no» aus dem Schlaf holte, hatte ich über die 4 Tage wenig Schlaf.

Martin machte und darauf aufmerksam, dass er ein loser Schneidezahn habe. Am 2. Tag präsentierte er uns diesen in seiner Hand. Ich habe im aus Spass aus Karton 2 weisse Zähne ausgeschnitten und angesteckt. Somit hatten wir einen schwimmenden Hasen in unserer Runde von welchem wir ein Porträt machten.

Am Sonntag standen noch 2 Finaldisziplinen auf dem Programm, 25m Brust und 4x25m Staffel. Sophia holt die 2. Silbermedaille, Thomas die Bronzemedaille. Leider hatten wir über alle Disziplinen 7 vierte Plätze mit unseren Athleten/innen erreicht, was uns schon gewaltig wurmte.

Nach der Abschlusszeremonie, die im Festgelände stattfand, fuhren wir müde aber glücklich und zufrieden mit dem Bus nach Hause.

Die 4 Tage Special Olympics in Genf waren für uns ein wunderbares aber anstrengendes Erlebnis.

Ich habe für mich festgestellt, dass Menschen mit Beeinträchtigungen mir viel mehr geben als ich ihnen je geben kann. Vielen Dank.

Guido Hufschmid